Besuch von der Gottlieb-Daimler-Schule aus Sindelfingen

Von Mitte April bis Anfang Mai durfte das Team des Hauses der Donauschwaben Schulleiter Herrn Jürgen Pattermann und die Berufsschülerinnen und Berufsschüler der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen an drei Terminen bei uns willkommen heißen.
 
Unser Programm startete mit einer interaktiven Einstiegsrunde und einer Einführung in die Geschichte des Hauses. Anschließend erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in unsere Dauerausstellung, die Gedenkstätte, die Bibliothek und das Archiv sowie die original eingerichtete Bauernstube, in der die donauschwäbische Lebenswelt hautnah erlebbar wird.
 
Durch die aktuelle Sonderausstellung „Ungehört – Die Geschichte der Frauen“, die die Erfahrungen von Zeitzeuginnen während Flucht, Vertreibung und Integration beleuchtet, wurde eine Brücke zwischen der donauschwäbischen Geschichte und den gesellschaftlichen Themen der Gegenwart geschlagen.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Feedbackrunde, aus der wir wertvolle Impulse für unsere weitere Bildungsarbeit mitnehmen.
 
Die Weitergabe des kulturellen Erbes an junge Generationen ist uns ein zentrales Anliegen. Wir danken Herrn Pattermann sowie allen Schülerinnen und Schülern herzlich für diese bereichernden Besuche und freuen uns darauf, unser Angebot für junge Zielgruppen weiter auszubauen.

Internationaler Besuch aus Ungarn

Am Sonntag, den 3. Mai, durften wir zum zweiten Mal die Forscherin Frau Dr. Melinda Marinka, Assistenzprofessorin an der Universität Debrecen in Ungarn – Institut für Ethnographie und Museologie, bei uns im Haus der Donauschwaben begrüßen. Mit einer Gruppe der Deutschdorfer Gemeinschaft aus Balmazújváros reiste sie im Rahmen der Erinnerungsreise 2026 zu Erinnerungsorten in Deutschland und der Schweiz.

Begleitet wurde die Gruppe von Frau Márta Pénzesné Tóth, Leiterin der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung in Balmazújváros, und von Herrn Sándor Pemes, Leiter des Vereins der Deutschdorfer aus Balmazújváros.

Neben Besuchen beim Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm und dem IKDE Freiburg führte ihre Reise sie auch zu uns nach Sindelfingen. Das HdD Team präsentierte die Geschichte unseres Hauses, die Patenschaften, die Dauerausstellung zur Geschichte und Kultur der Donauschwaben sowie die Gedenkstätte. Anschließend zeigten wir ihnen die Bauernstube, unsere Spezialbibliothek sowie das Archiv. Einige Teilnehmende erzählten uns, dass sie die Bauernstube an das Zuhause ihrer Großeltern erinnere – das hat uns sehr berührt.

Als Dank für unsere Gastfreundschaft sang ihr Chor für uns das Volkslied „Idesem, kedvesem.“ Obwohl wir die ungarischen Textpassagen nicht verstanden, spürten wir ihre Dankbarkeit und Wertschätzung. Ein unvergesslicher Moment!

Diese gute Zusammenarbeit möchten wir weiter ausbauen. Frau Dr. Marinka plant bereits einen erneuten Forschungsaufenthalt bei uns im Haus der Donauschwaben. Wir freuen uns sehr auf die wachsende Kooperation!

Vortrag: Geschichte trifft Gegenwart: Wie kann aus dem Verlust der Heimat eine neue Perspektive entstehen?

Am 8. April 2026 nahm das Haus der Donauschwaben am internationalen Aspiring Peacebuilding Network Seminar im Kosovo teil. Auf Einladung der amerikanischen George Mason Universität, Innovations in Peacebuilding International und des Forums for Civic Initiatives hielt unsere Hausleitung, Dr. Violeta Bakia, einen Vortrag über das Schicksal der Donauschwaben und ihre Bedeutung für Frieden und Verständigung in Europa.

Im Fokus standen Migration, Flucht, Neubeginn und Integration sowie die Frage, wie aus Erinnerung Verantwortung wird. Die Charta der Heimatvertriebenen wurde dabei als starkes Zeichen für Frieden und Versöhnung in Europa hervorgehoben. Deutlich wird: Frieden und Versöhnung brauchen mehr als nur einen guten Willen – sie brauchen verlässliche staatliche Rahmenbedingungen. Mit dem Bundesvertriebenengesetz und den Patenschaften ist ein solcher Rahmen geschaffen worden, in dem der Bund, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Sindelfingen Verantwortung für den Erhalt der Geschichte und des donauschwäbischen kulturellen Erbes übernehmen.

Am Beispiel des Hauses der Donauschwaben wurde deutlich, wie Erinnerungsarbeit und Kulturpflege Brücken in die Gegenwart und zwischen Kulturen schlagen.

Für die Teilnehmenden aus dem Kosovo – einer Region, die noch offene Wunden trägt – war dies kein reiner Geschichtsvortrag, sondern ein wichtiger Austausch darüber, wie Gesellschaften nach Krieg und Vertreibung wieder zusammenfinden und wie Erfahrungen aus anderen Kontexten neue Wege zu Frieden und Völkerverständigung eröffnen können.

Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung im Haus der Donauschwaben

Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung im Haus der Donauschwaben

Wir haben einen neuen 1. stellvertretenden Vorsitzenden!

Wir freuen uns, bekannt geben zu dürfen, dass Markus Kleemann, Oberbürgermeister der Stadt Sindelfingen, in unserer jährlichen Mitgliederversammlung einstimmig zu unserem neuen 1. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Kleemann hat eine bewegende Rede gehalten, in der er die großartige Zusammenarbeit mit der donauschwäbischen Gemeinschaft erwähnte und seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht hat, dass wir uns auch in schwierigen Zeiten weiterhin gegenseitig unterstützen werden.

Der Rest ist wie gewohnt verlaufen. Unser Vorsitzender Raimund Haser hat über die Aktivitäten des vergangenen Jahres berichtet, darunter Renovierungsarbeiten und die finanzielle Situation. Er hat auch die Gelegenheit genutzt, sich von unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Danica Trifunjagic zu verabschieden, und wünschte ihr viel Glück für ihre zukünftige Tätigkeit an der Universität Darmstadt.

Der Jahreskalender für 2026 ist fast fertig, sodass wir uns auf verschiedene Veranstaltungen in unserem Haus freuen können, darunter zwei Sonderausstellungen, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten! Alle Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website www.haus-donauschwaben.de sowie in unseren sozialen Netzwerken.

Tagung zur donauschwäbischen Geschichtsschreibung und Schwowischer Owed

Tagung zur donauschwäbischen Geschichtsschreibung und Schwowischer Owed

Am 8. November fand im Haus der Donauschwaben eine weitere wunderbare Veranstaltung statt – die Tagung zur Donauschwäbischen Geschichte und ihren Geschichtsschreibern sowie die Feier zum 75. Jubiläum des Bundesverbands der Donauschwaben e.V.

Nach der Begrüßung durch Jürgen Harich, Bundesvorsitzender der LM der Donauschwaben, stellten ForscherInnen aus mehreren Ländern ihre Forschungsergebnisse vor. Die Themen reichten von verschiedenen für die Donauschwaben bedeutenden Regionen bis hin zu wichtigen Persönlichkeiten und Institutionen, die die Donauschwaben in den letzten Jahrzehnten unterstützt haben.

Pünktlich um 18 Uhr wurden die wissenschaftlichen Themen gegen einen festlichen Ton eingetauscht. Mehr als 100 Personen waren zum Schwowischer Owed gekommen und haben Musik, Tanz, aber vor allem die köstlichen traditionellen donauschwäbischen Spezialitäten genossen.

Wir gratulieren dem Bundesverband und dem Bundesvorsitzenden Jürgen Harich noch einmal und hoffen auf viele weitere feierliche Veranstaltungen in unserem Haus.

 

Foto: Stephan Rus

Donauschwäbische Kulturpreisverleihung

Donauschwäbische Kulturpreisverleihung

Am Freitag hatten wir die Ehre, die Verleihung des Donauschwäbischen Kulturpreises im Haus der Donauschwaben auszurichten. Die wunderschöne Veranstaltung wurde vom Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg organisiert und brachte neben den PreisträgerInnen und RednerInnen die wichtigsten VertreterInnen der DonauschwäbInnen und des Landes zusammen. Der Hauptpreis ging an Anton Sterbling, der Förderpreis an Denise Schillinger und die Ehrengabe an Johann Schuth. Nach festlichen Klavierstücken begrüßten Minister Thomas Strobl und Jury-Vorsitzender Hans Vastag die Gäste. Anschließend sprachen Peter-Dietmar Leber, Antonia Braun und Olivia Schubert die bewegenden Laudationes auf die diesjährigen PreisträgerInnen.

Wir gratulieren den PreisträgerInnen herzlich und wünschen ihnen viel Erfolg bei ihren zukünftigen Kulturprojekten!

 

Foto: Thomas Niedermüller/HdH BW

Besuch – Ovidiu Gant und Vlad Vasiliu

Besuch – Ovidiu Gant und Vlad Vasiliu

Am 29.10. hatten wir die Ehre, Herrn Ovidiu Gant, Vertreter der deutschen Minderheit im rumänischen Parlament, und den rumänischen Generalkonsul in Stuttgart, Herrn Vlad Vasiliu, sowie Vertreter der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen begrüßen zu dürfen. Unser Vorsitzender, Raimund Haser MdL, hat die Gäste durch das Haus geführt und ihnen die faszinierende Geschichte der Donauschwaben und des Hauses selbst nähergebracht, wobei er die jahrhundertelange Beziehung zu den Rumänen hervorhob. In unserer Bibliothek hat ein wichtiges Gespräch über konkrete Möglichkeiten zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen zwischen Rumänien und Baden-Württemberg in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht stattgefunden. Wie es im Haus der Donauschwaben Brauch ist, haben wir unsere Gäste nicht mit leerem Magen gehen lassen und ihnen ein für Donauschwaben und Rumänen typisches Gericht serviert – Sarma.

Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft solche hochrangigen Gäste begrüßen dürfen, die die Bedeutung des Hauses der Donauschwaben als Brücke zwischen Baden-Württemberg und Deutschland und den Herkunftsländern der Donauschwaben unterstreichen.