Internationale Schüler besuchen das Haus der Donauschwaben

Die Tradition wird fortgeführt! Am 3. Juni 2026 besuchte uns Prof. Dr. Rainer Bendel mit einer internationalen Schülergruppe des Gymnasiums „Prof. Stefan W. Hell“ aus Sanktanna in Rumänien sowie den Lehrerinnen Melania Raab und Andreea Varsandan. Die Besucher aus Rumänien nahmen an einem Projekt zur europäischen Erinnerungskultur und zum Dialog über historische Erfahrungen teil.

Im Haus der Donauschwaben und anhand unserer Dauerausstellung setzten sich die Schülerinnen und Schüler konkret mit der Geschichte der Donauschwaben, den Erfahrungen von Migration, Flucht und Vertreibung sowie dem Neubeginn auseinander. Diese Themen führten unmittelbar zu Gesprächen über Erinnerungskultur, Identität und das gemeinsame europäische Erbe.

Die internationalen Gäste zeigten großes Interesse an unseren Projekten, Veranstaltungen und den zahlreichen Exponaten im Haus. Unsere Bibliothekarin Sylvia Herrmann nahm viele neugierige Fragen zu unserer Büchersammlung und ihrer Arbeit entgegen. Die anregenden Gespräche zeigten, dass der grenzüberschreitende Dialog über die europäische Geschichte und Gegenwart für junge Menschen wichtig ist.

Eine besondere Freude bereitete uns die überraschende musikalische Einlage des Schülers Filip Stuleanec. Diese herzliche Geste unterstrich den Geist dieser internationalen Begegnung.

Wir freuen uns auf das baldige Wiedersehen und die Fortsetzung dieser innereuropäischen Zusammenarbeit.

Einladung zum wissenschaftlichen Vortrag und zur Eröffnungsfeier der Sonderausstellung am 24. Juni 2026 um 17 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde des Hauses der
Donauschwaben in Sindelfingen,

wir laden Sie herzlich zum wissenschaftlichen Vortrag „Unbekannte deutsche Minderheitengebiete in der
nordöstlichen Kulturregion Ungarns“ und zur Eröffnungsfeier der Sonderausstellung „Das Gedenken
der Gerechten ist gesegnet“ ein.

Ihr Team des Hauses der Donauschwaben

EINLADUNG_Vortrag_Sonderausstellung_24.06.2026

Heimattreffen der HOG Ernsthausen im Haus der Donauschwaben

Am 30. Mai 2026 fand das Heimattreffen der HOG Ernsthausen im Haus der Donauschwaben statt. Dieses Treffen stand ganz im Zeichen der Begegnung, des Erinnerns und des gemeinsamen Blicks in die Zukunft.
Außer den Ernsthausern kamen auch zahlreiche Landsleute und ihre Nachfahren aus Rudolfsgnad, Schurian, Lazarfeld und Werschetz zu diesem Anlass zusammen.
Nach der herzlichen Begrüßung durch Katharina Degrell, Sprecherin der HOG Ernsthausen, und Dr. Violeta Bakia, Leiterin des Hauses der Donauschwaben, hatten die Gäste Gelegenheit, das neu gestaltete Haus kennenzulernen. Dabei wurde deutlich: Das Haus der Donauschwaben ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für Austausch, Kultur und Gemeinschaft.
Ein besonderer Moment des Heimattreffens war das Pflanzen eines Ginkgobaums im Garten des Hauses. Als Symbol des Gedenkens an das Schicksal der Donauschwaben steht der Ginkgo für das, was Generationen miteinander verbindet. Sein zweigeteiltes Blatt vereint alte und neue Heimat, Vergangenheit und Zukunft sowie Erinnerung und Hoffnung. Mit diesem Baum wächst nun ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit, das auch kommenden Generationen von den Wurzeln, der Geschichte und den Werten unserer Gemeinschaft erzählen wird.
Unser herzlicher Dank gilt der HOG Ernsthausen für diese besondere Geste und das bleibende Symbol des Zusammenhalts und der gelebten Verbundenheit zur Heimat.

Besuch von der Gottlieb-Daimler-Schule aus Sindelfingen

Von Mitte April bis Anfang Mai durfte das Team des Hauses der Donauschwaben Schulleiter Herrn Jürgen Pattermann und die Berufsschülerinnen und Berufsschüler der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen an drei Terminen bei uns willkommen heißen.
 
Unser Programm startete mit einer interaktiven Einstiegsrunde und einer Einführung in die Geschichte des Hauses. Anschließend erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in unsere Dauerausstellung, die Gedenkstätte, die Bibliothek und das Archiv sowie die original eingerichtete Bauernstube, in der die donauschwäbische Lebenswelt hautnah erlebbar wird.
 
Durch die aktuelle Sonderausstellung „Ungehört – Die Geschichte der Frauen“, die die Erfahrungen von Zeitzeuginnen während Flucht, Vertreibung und Integration beleuchtet, wurde eine Brücke zwischen der donauschwäbischen Geschichte und den gesellschaftlichen Themen der Gegenwart geschlagen.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Feedbackrunde, aus der wir wertvolle Impulse für unsere weitere Bildungsarbeit mitnehmen.
 
Die Weitergabe des kulturellen Erbes an junge Generationen ist uns ein zentrales Anliegen. Wir danken Herrn Pattermann sowie allen Schülerinnen und Schülern herzlich für diese bereichernden Besuche und freuen uns darauf, unser Angebot für junge Zielgruppen weiter auszubauen.

Internationaler Besuch aus Ungarn

Am Sonntag, den 3. Mai, durften wir zum zweiten Mal die Forscherin Frau Dr. Melinda Marinka, Assistenzprofessorin an der Universität Debrecen in Ungarn – Institut für Ethnographie und Museologie, bei uns im Haus der Donauschwaben begrüßen. Mit einer Gruppe der Deutschdorfer Gemeinschaft aus Balmazújváros reiste sie im Rahmen der Erinnerungsreise 2026 zu Erinnerungsorten in Deutschland und der Schweiz.

Begleitet wurde die Gruppe von Frau Márta Pénzesné Tóth, Leiterin der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung in Balmazújváros, und von Herrn Sándor Pemes, Leiter des Vereins der Deutschdorfer aus Balmazújváros.

Neben Besuchen beim Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm und dem IKDE Freiburg führte ihre Reise sie auch zu uns nach Sindelfingen. Das HdD Team präsentierte die Geschichte unseres Hauses, die Patenschaften, die Dauerausstellung zur Geschichte und Kultur der Donauschwaben sowie die Gedenkstätte. Anschließend zeigten wir ihnen die Bauernstube, unsere Spezialbibliothek sowie das Archiv. Einige Teilnehmende erzählten uns, dass sie die Bauernstube an das Zuhause ihrer Großeltern erinnere – das hat uns sehr berührt.

Als Dank für unsere Gastfreundschaft sang ihr Chor für uns das Volkslied „Idesem, kedvesem.“ Obwohl wir die ungarischen Textpassagen nicht verstanden, spürten wir ihre Dankbarkeit und Wertschätzung. Ein unvergesslicher Moment!

Diese gute Zusammenarbeit möchten wir weiter ausbauen. Frau Dr. Marinka plant bereits einen erneuten Forschungsaufenthalt bei uns im Haus der Donauschwaben. Wir freuen uns sehr auf die wachsende Kooperation!

Vortrag: Geschichte trifft Gegenwart: Wie kann aus dem Verlust der Heimat eine neue Perspektive entstehen?

Am 8. April 2026 nahm das Haus der Donauschwaben am internationalen Aspiring Peacebuilding Network Seminar im Kosovo teil. Auf Einladung der amerikanischen George Mason Universität, Innovations in Peacebuilding International und des Forums for Civic Initiatives hielt unsere Hausleitung, Dr. Violeta Bakia, einen Vortrag über das Schicksal der Donauschwaben und ihre Bedeutung für Frieden und Verständigung in Europa.

Im Fokus standen Migration, Flucht, Neubeginn und Integration sowie die Frage, wie aus Erinnerung Verantwortung wird. Die Charta der Heimatvertriebenen wurde dabei als starkes Zeichen für Frieden und Versöhnung in Europa hervorgehoben. Deutlich wird: Frieden und Versöhnung brauchen mehr als nur einen guten Willen – sie brauchen verlässliche staatliche Rahmenbedingungen. Mit dem Bundesvertriebenengesetz und den Patenschaften ist ein solcher Rahmen geschaffen worden, in dem der Bund, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Sindelfingen Verantwortung für den Erhalt der Geschichte und des donauschwäbischen kulturellen Erbes übernehmen.

Am Beispiel des Hauses der Donauschwaben wurde deutlich, wie Erinnerungsarbeit und Kulturpflege Brücken in die Gegenwart und zwischen Kulturen schlagen.

Für die Teilnehmenden aus dem Kosovo – einer Region, die noch offene Wunden trägt – war dies kein reiner Geschichtsvortrag, sondern ein wichtiger Austausch darüber, wie Gesellschaften nach Krieg und Vertreibung wieder zusammenfinden und wie Erfahrungen aus anderen Kontexten neue Wege zu Frieden und Völkerverständigung eröffnen können.

Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung im Haus der Donauschwaben

Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung im Haus der Donauschwaben

Wir haben einen neuen 1. stellvertretenden Vorsitzenden!

Wir freuen uns, bekannt geben zu dürfen, dass Markus Kleemann, Oberbürgermeister der Stadt Sindelfingen, in unserer jährlichen Mitgliederversammlung einstimmig zu unserem neuen 1. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Kleemann hat eine bewegende Rede gehalten, in der er die großartige Zusammenarbeit mit der donauschwäbischen Gemeinschaft erwähnte und seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht hat, dass wir uns auch in schwierigen Zeiten weiterhin gegenseitig unterstützen werden.

Der Rest ist wie gewohnt verlaufen. Unser Vorsitzender Raimund Haser hat über die Aktivitäten des vergangenen Jahres berichtet, darunter Renovierungsarbeiten und die finanzielle Situation. Er hat auch die Gelegenheit genutzt, sich von unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Danica Trifunjagic zu verabschieden, und wünschte ihr viel Glück für ihre zukünftige Tätigkeit an der Universität Darmstadt.

Der Jahreskalender für 2026 ist fast fertig, sodass wir uns auf verschiedene Veranstaltungen in unserem Haus freuen können, darunter zwei Sonderausstellungen, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten! Alle Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website www.haus-donauschwaben.de sowie in unseren sozialen Netzwerken.