Am 8. April 2026 nahm das Haus der Donauschwaben am internationalen Aspiring Peacebuilding Network Seminar im Kosovo teil. Auf Einladung der amerikanischen George Mason Universität, Innovations in Peacebuilding International und des Forums for Civic Initiatives hielt unsere Hausleitung, Dr. Violeta Bakia, einen Vortrag über das Schicksal der Donauschwaben und ihre Bedeutung für Frieden und Verständigung in Europa.
Im Fokus standen Migration, Flucht, Neubeginn und Integration sowie die Frage, wie aus Erinnerung Verantwortung wird. Die Charta der Heimatvertriebenen wurde dabei als starkes Zeichen für Frieden und Versöhnung in Europa hervorgehoben. Deutlich wird: Frieden und Versöhnung brauchen mehr als nur einen guten Willen – sie brauchen verlässliche staatliche Rahmenbedingungen. Mit dem Bundesvertriebenengesetz und den Patenschaften ist ein solcher Rahmen geschaffen worden, in dem der Bund, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Sindelfingen Verantwortung für den Erhalt der Geschichte und des donauschwäbischen kulturellen Erbes übernehmen.
Am Beispiel des Hauses der Donauschwaben wurde deutlich, wie Erinnerungsarbeit und Kulturpflege Brücken in die Gegenwart und zwischen Kulturen schlagen.
Für die Teilnehmenden aus dem Kosovo – einer Region, die noch offene Wunden trägt – war dies kein reiner Geschichtsvortrag, sondern ein wichtiger Austausch darüber, wie Gesellschaften nach Krieg und Vertreibung wieder zusammenfinden und wie Erfahrungen aus anderen Kontexten neue Wege zu Frieden und Völkerverständigung eröffnen können.








